Wir stehen vor einer Energiewende, die aufgrund des fortschreitenden Klimawandels notwendig ist. Alle Industriezweige stehen unter zunehmendem Druck, nachhaltige Energiequellen zu nutzen. Die Beschaffung von sauberem Kraftstoff ist möglich, und darüber hinaus wird bereits weiter daran gearbeitet, was dank Bosch noch schneller vonstatten gehen wird. Bosch wird den so genannten Brennstoffzellenstapel entwickeln, eine Schlüsselkomponente des Elektrolyseurs.

 

Was ist "grüner Wasserstoff"?

Wasserstoff ist ein Element, das sowohl im Universum als auch auf der Erde allgegenwärtig ist. Es findet sich vor allem in chemischen Verbindungen. Es ist ein geruchloses und unsichtbares Gas und hat eine Kondensationstemperatur von -252 °C. Wasserstoff kann durch Elektrolyse von Wasser hergestellt werden - seine Moleküle werden in zwei Elemente zerlegt: Sauerstoff und Wasserstoff. Der Elektrolyseprozess erfolgt durch Elektrizität. Von so genanntem grünem Wasserstoff spricht man, wenn Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne oder Wind zur Herstellung von Wasserstoff verwendet wird.

Die Wasserstoffindustrie verfügt über ein riesiges, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial. Weltweit gibt es Bestrebungen, die Energiequellen zu diversifizieren und die Verwendung fossiler Brennstoffe zu reduzieren, wofür grüner Wasserstoff eine Alternative sein könnte. Man schätzt, dass die Nachfrage nach diesem Energieträger bis 2030 auf 10 Millionen Tonnen pro Jahr ansteigen wird. Vor diesem Hintergrund wird Bosch in den nächsten drei Jahren 3 Milliarden Euro in die Entwicklung klimaneutraler Technologien, einschließlich der Wasserstoff-Elektrolyse, investieren.

 

Der Beitrag von Bosch zur Entwicklung der Elektrolyseur-Technologie

Als einer der weltweit führenden Hersteller im Automobilmarkt und in der Brennstoffzellentechnologie wird Bosch sein Know-how für die Entwicklung der sogenannten Stapel. Der Stack ist ein wesentlicher Bestandteil einer Brennstoffzelle, die durch die Kombination von Sauerstoff und Wasserstoff Strom erzeugt. Der Stack im Elektrolyseur hat den gegenteiligen Effekt – er zerlegt das Wassermolekül in Sauerstoff und Wasserstoff. Jeder besteht aus miteinander verbundenen Zellen, und in jeder von ihnen findet eine Elektrolyse statt.

 

 

Aufgabe von Bosch ist es, ein intelligentes Modul zu entwickeln, in dem unter anderem der Elektrolyseur-Stack mit dem Steuergerät, den Sensoren und der Leistungselektronik verbunden wird. Es werden mehrere Module eingeführt, die integrierbar sein werden. Sie werden nicht nur in neuen, sondern auch in bestehenden Lösungen zum Einsatz kommen und die Aktivitäten der Hersteller von grünem Wasserstoff unterstützen. Da die neue Lösung so umweltfreundlich wie möglich sein soll, wird Bosch gleichzeitig mit der Einführung eines Recyclingsystems für diese Komponenten beginnen.
Erwartete Ergebnisse bereits ab 2025

Ein Pilotprogramm zur Herstellung von Wasserstoff-Elektrolyseur-Komponenten wird bereits im nächsten Jahr beginnen. Bereits 2025 will Bosch die ersten intelligenten Module ausliefern - dann soll die entwickelte Technik zur Wasserstofferzeugung in Serie gehen. Von den neuen Modulen profitieren zunächst die Hersteller von Elektrolyseanlagen sowie industrielle Dienstleister.
Die Module sollen in Massenproduktion hergestellt werden, um sie möglichst schnell an möglichst viele Interessenten zu bringen. Die Produktion wird in Europa in mehreren Ländern stattfinden: Deutschland, die Tschechische Republik, Österreich und die Niederlande. Wie Bosch betont, wird die Produktion von Komponenten für Elektrolyseure auch die Beschäftigung fördern und Hunderten von Menschen Arbeit geben. Das Unternehmen leistet nicht nur einen Beitrag zu Wirtschaft und Umwelt, sondern auch zum Lebensunterhalt der Gesellschaft, indem es Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
Dies ist jedoch nicht das einzige innovative Projekt, an dem Bosch arbeitet. Parallel zu den beschriebenen Aktivitäten entwickelt Bosch derzeit stationäre und mobile Brennstoffzellen. Stationäre Zellen werden in kleinen Kraftwerken, Einkaufszentren und Geschäftskomplexen zum Einsatz kommen. Mobile Fahrzeuge hingegen werden ihren Weg in den Schwerlastverkehr finden. Dadurch werden der Betrieb dieser Standorte und der Transport von Gütern klimaneutral gestellt.



 

 

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